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Theoretische Ausbildung

Was erwartet Sie in der theoretischen Ausbildung?

Die Theorieausbildung findet an unserer Pflegeschule in Recklinghausen statt. Der überwiegende Teil des Unterrichts wird durch Berufspädagogen geleistet, ergänzt durch Spezialisten, die als Gastdozenten tätig sind.
Die insgesamt 2100 Unterrichtsstunden verteilen sich auf 9 Blöcke.

Der Unterricht erfolgt auf Grundlage des bundeseinheitlichen Rahmenlehrplans mit 11 curricularen Einheiten und orientiert sich an Pflegeanlässen mit entsprechenden Lernsituationen.
Darin geht es beispielhaft um das schonende bewegen/ mobilisieren von operierten Patienten, die gelingende Kommunikation mit dementiell erkrankten Bewohnern oder das Beraten von Angehörigen im ambulanten Bereich. Aber auch spezifische Inhalte der chirurgischen, internistischen, psychiatrischen und pädiatrischen Pflege werden vermittelt, sowie palliative, rehabilitative, präventive und gesundheitsfördernde Aspekte.

Unterrichtszeiten

Der Unterricht beginnt an unserer Schule um 08:00 Uhr und endet um 15:00 Uhr. Nach den ersten 90-minütigen Unterrichtsstunden erfolgt jeweils eine Pause von ca. 15 Minuten. Nach der dritten Doppelstunde ist eine Mittagspause von 30 Minuten vorgesehen.

In fünf modern ausgestatteten Klassenräumen und zusätzlichen Gruppenarbeitsräumen wird der Unterricht gestaltet.

Darüber hinaus nutzen wir den Bereich des EDV-gestützten Lernens über die Online-Plattform Moodle.
 

Das persönliche Wissen und die Fähigkeiten überprüfen.

Der Lernzuwachs unserer SchülerInnen wird regelmäßig im Rahmen schriftlicher und mündlicher Prüfungen evaluiert.

Lernberatung und Förderangebote.

Nach Abschluss der jeweiligen Prüfungen erhalten unsere SchülerInnen - neben der Notenmitteilung - eine detaillierte Rückmeldung hinsichtlich der erbrachten Prüfungsleistung. Unter Umständen kann dies auch mit einer individuellen Lernberatung verbunden sein.


Zeit für Wiederholung.

Über die individuelle Förderung hinaus bieten wir unseren SchülerInnenn jedoch auch Wiederholungsstunden an, die im Klassenverband durchgeführt werden. Hintergrund für die Bereitstellung derartiger Förderangebote ist unsere Überzeugung, dass ein gelungener Unterricht sich nicht im „Input“ erschöpfen darf, sondern Vertiefung, Zeit und Wiederholung benötigt.

Praktische Ausbildung

Grundsätzlich werden die Auszubildenden von haupt- und nebenamtlichen Praxisanleitern in den Praxiseinsätzen betreut. Die Pflegeschule unterstützt diese Theorie-Praxisverknüpfung durch regelmäßige Praxisbesuche.



Die praktische Ausbildung findet in stationären Abteilungen der Krankenhäuser, ambulanten Diensten, stationären Altenpflegeeinrichtungen, psychiatrischen und pädiatrischen Einrichtungen sowie punktuell in Institutionen der Rehabilitation, Hospizen und Beratungsstellen statt.



Naturgemäß erlebt man in der praktischen Ausbildung an einer unserer Knappschaft Kliniken schwerpunktmäßig stationäre Einsätze in den medizinischen Fachbereichen, die entweder eher chirurgisch (bspw. Orthopädie, Neurochirurgie, Urologie, Viszeralchirurgie, Gynäkologie …) oder internistisch (Neurologie, Geriatrie, Kardiologie, Onkologie …) geprägt sind.

Nähere Informationen dazu jeweils auf der Homepage

Darüber hinaus bieten die Knappschaftskliniken vielfältige weitere Einblicke in beispielsweise Notaufnahme, Endoskopien, Anästhesie- und Intensivpflege, OP, Wund-, Entlass- und Schmerzmanagement, Funktionsdiagnostik, Radiologie, Geburtshilfe, Stroke Unit u.v.m.
Für viele dieser Einsatzgebiete besteht nach der Ausbildung auch die Möglichkeit zur Fachweiterbildung.

Abschlussprüfungen

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Den Abschluss der Ausbildung stellt die staatliche Abschlussprüfung dar. Der erfolgreiche Abschluss dieser Prüfung berechtigt Sie zur Führung der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“.

Die durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung geregelte Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfungsteil.

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Das neue Pflegeberufegesetz

Seit dem 01. Januar 2020 sind die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen in einem neuen Pflegeberufegesetz zusammengeführt worden.

Berufliche Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann.

Alle Auszubildenden erhalten zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen.
Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“.

Unsere Schule wird die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft durchführen.

Duales Studium

Studium "Therapie- und Pflegewissenschaften (B.Sc.)" an der Pflegeschule der Knappschaftkliniken.

Unsere Pflegeschule bietet Ihnen die Möglichkeit, bereits während der Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann ein pflegewissenschaftliches Studium zu beginnen. Das Ziel dieses Angebots besteht darin, die dreijährige Ausbildungszeit bereits als Studienzeit zu nutzen. Bei dem Angebot handelt es sich um einen achtsemestrigen, in Studienmodule eingeteilten Studiengang. Die Kombination Ausbildung / Studium erfolgt in Kooperation mit der Hamburger-Fern-Hochschule. Das Studium beginnt „ausbildungsbegleitend“ und setzt sich nach Ausbildungsabschluss „berufsbegleitend“ fort.

Video zum Studium: klicken Sie hier


Art des Studiums

Ausgelegt ist das Studium als Fernstudium, basierend auf Studienbriefen, E-Learning und regelmäßigen Präsenzveranstaltungen, die für die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Recklinghausen in Essen stattfinden.

Abschluss

Der Abschluss des Studiums lautet „Therapie- und Pflegewissenschaften (Bachelor of Science) mit der Fachrichtung Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege“.

Ein Bachelor-Abschluss ist Voraussetzung für ein Master-Studium. Master-Studiengänge werden an vielen Hochschulen angeboten. Sie entscheiden, welche inhaltliche Ausrichtung Ihr Masterstudium haben soll. Die Aufnahmekriterien regelt die jeweilige Hochschule, die das Master-Studium anbietet.

Zugangsvorausetzungen

Als Zugangsvoraussetzung gelten i.d.R. die Allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. (Studieren ohne Abitur/Fachabitur:)
Vorausgesetzt werden weiterhin ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Bereitschaft zum selbstgesteuerten Lernen.

Berufliche Perspektiven

Der Studiengang ergänzt die in der Ausbildung erworbenen Fähigkeiten und qualifiziert für die Übernahme weiterführender, pflegerisch verantwortlicher Tätigkeiten, wie Fallmanagement in der Pflege, beratende Tätigkeit an wichtigen Schnitt- und Schaltstellen des Gesundheitssystems, Initiierung und Leitung von Qualitätszirkeln usw.

Therapie- und Pflegewissenschaften - Vorteile auf einen Blick:

  •     Doppelter Abschluss (Berufszulassung und Bachelor-Abschluss)
  •     EU-weite Anerkennung
  •     Beruflicher Werdegang auf akademischem Niveau
  •     Höhere Arbeitsplatzsicherheit
  •     Bessere Karriereaussichten
  •     Fachübergreifende Kompetenzerweiterung
  •     Zusammenführung von Theorie und Praxis

Das Konzept "duales Studium Health Care Studies" weist folgende wichtige Merkmale auf:

  • Dualität der Lernorte: Hochschule und Schule bilden zwei Stätten des Lernens und der Wissensvermittlung.
  • Dualität der Abschlüsse: Neben dem Berufsabschluss wird der erste akademische Grad in Form des  Bachelor-Abschlusses erlangt - beides mit staatlicher Anerkennung.
  • Dualität der Abstimmung: Sowohl organisatorisch als auch inhaltlich ist das Studium (Hochschule) abgestimmt auf die schulische Ausbildung (kooperierende Fachschule).

 

Zusammengefasst: Das Lernen findet an zwei Orten statt, zwei Partner wirken zusammen, und das Resultat sind zwei staatlich anerkannte Abschlüsse.

Übersicht Studiengang

Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)

Studiendauer:
8 Semester

Studienbeginn:
1. Januar und 1. Juli

Studiengebühr:

130 Euro pro Monat (1.-4. Semester / während der Ausbildung)
280 Euro pro Monat (5.-8. Semester / im Anschluß der Ausbildung)

9.840 Euro gesamt
zzgl. Bachelor-Prüfungsgebühr: 490 Euro

Credit Points
180 ECTS-Punkte

Weitere Informationen

Erasmus plus


Die Pflegeschule der Knappschaftkliniken kooperiert mit der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung und nimmt an dem EU-Programm Erasmus+ teil.

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Im Zentrum von Erasmus+ steht die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken und der transnationalen Zusammenarbeit. Das Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung voranbringen.
Auslandsaufenthalte in der beruflichen Ausbildung stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, internationale Berufskompetenzen zu erwerben. Mobilitätsprojekte sind organisierte Lernaufenthalte im europäischen Ausland.

Wie können Schüler unsere Schule an dem Erasmus+ Programm teilnehmen?
Erste Ansprechpartner sind das jeweilige Ausbildungskrankenhaus und die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Klinikum-Vest.

Welche Voraussetzungen müssen Azubis mitbringen?
Die Teilnahme an einem Auslandspraktikum hängt nicht unbedingt von den Sprachkenntnissen ab. Man sollte sich aber in der Sprache des Landes oder in einer Brückensprache - zum Beispiel Englisch - verständigen können. Genaue Auskunft geben die Pflegeschule und das jeweilige ausbildende Krankenhaus.
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Ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ wird vier Wochen dauern.

Ausbildungsvergütung

Ausbildungsvergütung
1. Ausbildungsjahr
   1.140,69€
   mtl. brutto
2. Ausbildungsjahr
   1.202,07€
   mtl. brutto
3. Ausbildungsjahr
   1.303,38€
   mtl. brutto
zzgl. Zulagen (Schichtdienst, Wochenend- und Feiertagsarbeit)
Urlaubsanspruch: 30 Tage pro Jahr.
Vermögenswirksame Leistungen auf Antrag.
Bei erfolgreicher Abschlussprüfung nach 3 Jahren zahlen wir einen Bonus von 400,00 €.

Berufliche Perspektiven



Wo will ich arbeiten?

Sie entscheiden sich, als examinierte Pflegekraft in einer Pflegeeinrichtung zu arbeiten. Wenn dies der Fall ist, können Sie sich sowohl für die Pflege in einem somatisch orientierten oder psychiatrischen Krankenhaus, aber auch für eine Tätigkeit außerhalb des Krankenhauses, wie z.B. in der ambulanten Pflege, in Rehabilitationseinrichtungen oder einem Hospiz, entscheiden.

Ich will mehr... Weiterbildung, Fortbildung

Wenn es Ihr Wunsch ist, nach Ihrer Ausbildung eine Zusatzausbildung mit der Dauer von ca. 2 Jahren zu absolvieren, so stehen Ihnen hierfür verschiedene Möglichkeiten offen. Zu nennen wären hier z.B. die Intensiv- und Anästhesiefachweiterbildung, die OP-Fachweiterbildung, die Weiterbildung zur Fachpflegekraft für den Bereich Psychiatrie oder die Weiterbildung zur Hygienefachkraft.
Des Weiteren gibt es Fortbildungen über einen Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr in den Bereichen Wundmanagement, Schmerzbehandlung (Pain Nurse), Pflegeberatung, Praxisanleiter, etc.


Ich will Chefin sein ...

Sollten Sie sich einige Zeit nach Ihrer Ausbildung für eine leitende Tätigkeit im mittleren Managementbereich (z.B. Stations- oder Bereichsleitung) interessieren, so können Sie die hierfür notwendige Qualifikation in Weiterbildungen, aber auch in speziellen Bachelor-/Masterstudiengängen erwerben.

Ab ins Studium...

Neben dem bereits erwähnten dualen Studiengang "Therapie- und Pflegewissenschaft"  können Sie sich nach Ihrer Ausbildung beispielsweise für das Studium zur/m PflegepädagogIn/LehrerIn für Pflegeberufe, zur/m PflegemanagerIn (welches zur Pflegedienstleitung qualifiziert) oder für den Bereich Pflegewissenschaft entscheiden. www.Pflegestudium.de
Auch für zahlreiche andere Studiengänge im Sozial- und Gesundheitswesen bietet die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege eine gute Basis.